Harry Lucas · Mentalist & Entertainer aus Wien, Österreich
Bei einem hochkarätigen Sommerfest in Salzburg wurde Harry Lucas an einem einzigen Abend dreimal dieselbe Frage gestellt: „Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einem Mentalisten und einem Zauberkünstler?" Das ist kein Zufall. Es ist die Frage, die fast jeder stellt, der einen Mentalisten zum ersten Mal live erlebt – und mit dem Begriff "Mentalist" noch nichts anfangen kann.
Die kurze Antwort lautet: Bei einem Zauberkünstler weiß man, dass etwas unmöglich ist. Bei einem Mentalisten fragt man sich: Aber vielleicht ist es ja doch möglich?
Als Erwachsene haben wir im Laufe unseres Lebens viel gesehen und gelernt. Wir wissen, was möglich ist – und was nicht. Wenn bei einem Zauberkünstler etwas erscheint, verschwindet oder schwebt, sagt ein Teil unseres Gehirns sofort: „Das ist unmöglich." Wir staunen, wir applaudieren – aber wir wissen, dass es eine Illusion ist.
Bei einem Mentalisten ist diese Frage nicht so einfach zu beantworten. Harry Lucas beginnt seine Shows bewusst mit Dingen, die wahrscheinlich sind – aber nicht unmöglich.
Schleichend wird es unwahrscheinlicher. Bis zu dem Moment am Ende der Show Fantastische Kopfspiele, wenn Harry Lucas zum Beispiel einen Zuschauer dazu bringt, ein einziges Wort aus 400.000 Wörtern auszusuchen – und es ist genau das, das er wollte. Unwahrscheinlich? Ja. Unmöglich? Nein.
Viele Zuschauer sagen nach der Show: „Also das am Anfang kann ich mir ja vielleicht noch erklären, aber das am Schluß - wie? Wie soll das gehen?"
Ein Zauberkünstler arbeitet oft visuell – mit Händen, Requisiten, spektakulären Effekten. Ein Mentalist arbeitet anders. Er kreiert Bilder im Kopf. Harry Lucas hat neben seiner Bühnenarbeit eine Ausbildung zum professionellen Sprecher im Zentrum für Stimme & Sprechen absolviert. Die Stimme richtig einzusetzen, so dass Worte ihre Wirkung entfalten – das ist für ihn das wichtigste Instrument überhaupt.
Neben Psychologie, Lesen von Körpersignalen und Suggestion lässt er Techniken aus Theater und Entertainment in seine Performances einfließen. Aber es ist die Stimme, die den Raum formt, Aufmerksamkeit lenkt und im richtigen Moment die Stille entstehen lässt, in der ein Moment wirklich landen kann.
Mentalist Harry Lucas sorgt mit hochwertiger Unterhaltung für Begeisterung. Foto: Sascha Pseiner
Harry Lucas versteht seine Show als Einladung und stellt das Publikum in den Mittelpunkt. Das Ziel ist, ein Gefühl des Miteinanders zu erzeugen – nicht einfach von der Bühne aus zu präsentieren, sondern gemeinsam mit den Zuschauern zu spielen, die ihren Teil ebenso beitragen. So entstehen einzigartige Momente.
An jenem Abend in Salzburg bat er eine Zuschauerin, nach vorne zu schauen und an einen besonderen, persönlichen Moment in ihrem Leben zu denken. Bevor sie es tat, fragte sie ihn: „Kann ich dabei die Augen zumachen?" Er bat sie, sie offen zu lassen. Triumphierend meinte sie: „Jetzt habe ich Sie durchschaut!" – großes Lachen im Saal.
Dabei war man zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht beim Gedankenlesen. Sie konzentrierte sich mit geöffneten Augen. Und dann plötzlich: Gänsehaut.
„Ich habe gerade überall Gänsehaut."
– Zuschauerin, Sommerfest Salzburg
Dieser Moment ist entstanden, weil sie ihre Skepsis bei Seite gelassen und sich darauf eingelassen hat. Weil das Miteinander funktioniert hat. Das ist der Unterschied zwischen einer Show, in der man sich passiv berieseln lässt – und einem Erlebnis, bei dem man aktiv dabei ist. Davon erzählt man auch seinen Freunden noch ein paar Wochen und Monate später. Was eine wirklich gute Performance ausmacht, beschreibt Harry Lucas in seinem ersten Insights-Post.
Mentalist Harry Lucas sorgt für Staunen bei Firmenevents in Österreich und ganz Europa. Foto: privat
Die meisten Menschen denken vor einer Mentalisten-Show: Das ist alles abgesprochen. Harry Lucas spricht das in seinen Theatershows direkt am Anfang an – er lässt alle im Publikum aufstehen und schwören, dass nichts abgesprochen wurde. Das ist nicht nur ein humorvoller Einstieg, sondern nimmt genau jenen Gedanken weg, der sonst still im Raum steht. Wer neugierig ist, kann sich davon selbst überzeugen – in der Langversion des TEDxVienna-Auftritts auf YouTube.
Ab etwa 10 bis 12 Jahren haben Kinder und Jugendliche ein gutes Verständnis davon, was möglich ist und was nicht – und genau ab diesem Alter wird Mentalismus wirklich fesselnd. Der Kontrast zwischen dem, was man weiß und dem, was man erlebt, ist die Grundlage für das Staunen.
Bei internationalem Publikum, bei dem Englisch nicht für alle gleich geläufig ist, kann ein Zauberkünstler durch seine visuelle Komponente leichter zugänglich sein. Aber mit einer informellen Simultanübersetzung am Tisch – Harry Lucas ist geübt darin – ist auch die Sprachbarriere kein echtes Hindernis. Ihm ist es wichtig, dass alle mit einbezogen sind und verstehen, worum es geht.
Das kommt auf den eigenen Geschmack und die Vorlieben an – und darauf, was man mit dem Abend erreichen möchte. Harry Lucas kann vieles, was Zauberkünstler können, schlicht nicht. Das ist keine Bescheidenheit, das ist Spezialisierung. Wer spektakuläre Illusionen möchte, ist bei einem Zauberkünstler richtig. Wer möchte, dass Gäste noch Wochen später darüber sprechen – und das Gefühl haben, selbst Teil von etwas Besonderem gewesen zu sein – der ist beim Mentalisten richtig. Harry Lucas tritt als Showact bei Firmenfeiern in Wien, Österreich und ganz Europa auf.
Die Shows von Mentalist Harry Lucas binden das Publikum mit ein. Foto: Andreas Waldschütz
„Bei mir geht es um die Menschen. Das Publikum steht im Mittelpunkt."- HARRY LUCAS