ÜBER
HARRY LUCAS

ÜBER HARRY LUCAS

Harry Lucas, a curious mind aus Wien, Österreich, interessierte sich bereits mit fünf Jahren für Zauberkunst. Seine Faszination für Menschen, Psychologie, Suggestion, Verhalten und Körpersprache hat ihn dazu gebracht Mentalist zu werden.

In über zwanzig Jahren hat sich Harry in der ganzen Welt einen Namen als professioneller Gedankenleser auf Firmenveranstaltungen gemacht, der für die eigene Fernsehserie "Magic Mushrooms" im österreichischen Fernsehen ORF (mit-)schrieb und zu sehen war, und auf renommierten Theaterbühnen für tausende Leute auftritt (z.B. bei TEDxVIENNA im Wiener Volkstheater), oder derzeit mit seiner aktuellen vierten abendfüllenden Show Fantastische Kopfspiele im legendären Kabarett Simpl.

Für Erwin Wurms Kunstprojekt Stand West 2 hypnotisierte er einen Probanden zur lebenden Statue, die acht Stunden unbewegt stand (ORF III übertrug live).

Harry Lucas ist gefragter Mentalist, Entertainer, Sprecher, Vortragender und Berater.

MENTALISMUS

Ich kommuniziere nicht mit den Toten, ich bevorzuge die Lebenden.
Harry Lucas

Im 19. Jahrhundert, zur Zeit des Biedermeier, wandte man sich mehr und mehr dem Zuhause zu. Man lud Freunde zu sich um vergnügliche Abende mit einander zu verbringen. Bald wurde es große Mode, übersinnliche Medien zu engagieren, mit deren Hilfe man Geister beschwörte und Tischchen rücken ließ. Die Seancen waren geboren. Man erhoffte sich Botschaften aus der Anderswelt und liebte den Nervenkitzel, der für Gänsehaut sorgte.

Einige Künstler nahmen diese Idee auf und brachten sie auf die große Bühne, um mehr Leute in den Genuss dieser speziellen Unterhaltung kommen zu lassen. Die ersten Mentalisten waren geboren.

Harry Houdini machte sich neben seinen Entfesselungskunststücken besonders als Aufdecker "falscher" Medien einen Namen. In der Zeit des Kalten Krieges machte in Amerika ein Gerücht die Runde. Die Russen würden sich einer neuen Wunderwaffe bedienen.

Sie hätten übersinnliche Medien verpflichtet, die durch Ihre sogenannten Remote-Viewing-Fähigkeiten die Position von Raketen aus der Ferne wahrnehmen könnten. Strategisch gesehen ein unheimlicher Vorteil. Amerika versuchte daraufhin ebenso, solche Leute mit außergewöhnlichen Fähigkeiten in seine Dienste zu stellen. Unsummen wurden für übersinnliche Experimente ausgegeben. Der Film "Men who stare at goats" mit George Clooney erzählt auf höchst skurrile und humorvolle Art diese Geschichte.

Im realen Leben faszinierte der Israeli Uri Geller die Welt mit seiner Fähigkeit, Löffel mit reiner Gedankenkraft zu verbiegen. Wie sein grosses Vorbild Harry Houdini, beschäftigte sich der amerikanische Zauberkünstler James Randi jahrelang mit Gellers Demonstrationen und versuchte, weltliche Erklärungen zu finden.

Seit frühester Kindheit fasziniert Harry Lucas das Spiel mit den Sinnen und unserer Wahrnehmung der Realität. Mit dem Blick eines Skeptiker fragte er neugierig, was hinter solchen scheinbar übersinnlichen Phänomenen steckt. Seit vielen Jahren kombiniert er sein Wissen darüber mit seinen Interessen für Psychologie, Hypnose, Körpersprache, Entertainment und Show.

SUGGESTION

Schau' mir in die Augen ... und schlaf!
Der Hypnotiseur

Vieles wurde über die Hypnose geschrieben, wie gefährlich sie sei und wie schlimm es wäre, dort stecken zu bleiben.

Zu allererst soll angemerkt sein, dass dieses so mysteriös scheinende Phänomen seit Menschengedenken in allen Kulturen unter ganz unterschiedlichen Namen bekannt ist. Haben sich früher Schamanen in Trance getanzt, um mit den Göttern in Kontakt zu treten, so kennt man in Asien die Meditation. Künstler nennen es ihre Inspiration oder kreative Quelle und Sportler begeben sich "in die Zone", in der einfach alles gelingt.

Wir lieben es, in Tagträumen Luftschlösser zu bauen oder "ins Narrenkastl" schauen. Architekten wären ohne ihre Visionen von zukünftigen Gebäuden ebenso arbeitslos wie Schriftsteller, deren Figuren in ihrem Kopf ein Eigenleben führen. All diese Menschen erlauben ihrer Fantasie freien Lauf. Sie sind so konzentriert und eingenommen von einer Idee, dass sie die Welt um sich vergessen.

Jeder, der ein aufregendes Buch liest, kennt dieses Phänomen.

Man taucht in die Welt ein, malt sich bildhaft aus, wie es dort aussieht und fiebert unglaublich lebhaft mit den Helden mit.

Erst wenn man mit dem Lesen aufhört und wieder zurück in die Gegenwart kommt, merkt man, dass oft Stunden vergangen sind. Was man die ganze Zeit über gemacht hat, ist nichts anderes als auf Papier zu starren, auf das Zeichen in einer bestimmten Reihenfolge mit schwarzer Tinte gedruckt wurden. Es gibt keine Welten und Figuren, ausser die, die wir in unserem Kopf entstehen lassen. Die Vorstellung hat auch reale Auswirkungen auf uns. So schlägt das Herz schneller, wenn der Bösewicht den Helden verfolgt oder die Prinzessin am Ende ihren Prinzen in die Arme nehmen kann.

Sich das so real vorzustellen und vor unserem geistigen Auge wahr werden zu lassen, stellt eine unheimliche Leistung unseres Gehirns dar.

Wie kann es sein, dass man an einem Tisch kleben bleibt oder seinen eigenen Namen vergisst?

Es gibt viele Theorien, warum Hypnose funktioniert. Eine der modernsten ist das "Automatic Imagination Model"

von Anthony Jacquin und Kev Sheldrake, das davon ausgeht, dass wir unserer Fantasie erlauben, automatisch zu arbeiten und zwar bis zu dem Punkt, an dem wir selbst nicht mehr kontrollieren können. Das Vorgestellte wird zur Realität.

Kann man in Hypnose stecken bleiben?
Kann man aufhören ein Buch zu lesen und aus der imaginären Welt wieder zurück in die Gegenwart kommen? Wenige Leute sind in ihrer Phantastie stecken geblieben. So lange man weiß, was Fantasie und was Realität ist. Es laufen wohl viele Glaubenssätze und -muster in unserem Unbewussten, oft einschränkende. Wenn man sich bewusst wird, dass viele dieser Schranken nur imaginär sind und nicht tatsächlich wahr, so kann man angelerntes, hinderndes Verhalten schnell ablegen und ein freieres Leben führen.

Zu wissen, dass es sich um ein tagtägliches und natürliches Phänomen handelt, nimmt nichts vom Zauber und Mysterium, es trägt womöglich noch dazu bei.

KÖRPERSPRACHE

Man kann nicht nicht kommunizieren.
Paul Watzlawick

Der Körper spricht, auch wenn die Stimme stumm bleibt. Harry Lucas lernte als Hypnotiseur ganz genau auf unbewusste Körpersignale zu achten. Da in einer Hypnosesitzung das Gegenüber oft nicht spricht und die Augen geschlossen sind, der Hypnotiseur aber dennoch wissen muss, ob sich die Person gedanklich dort befindet, wo sie sein sollte, achtet man auf die nonverbale Kommunikation.

Das Zucken eines Muskels unter den Augen, ein Mundwinkel, der sich kurz bewegt oder die Wangen, die plötzlich mehr durchblutet werden - Gedanken manifestieren sich unbewusst durch Körpersignale, ob wir wollen oder nicht.

Den meisten fällt Körpersprache erst dann auf, wenn etwas nicht stimmig ist. Das geschieht meistens dann, wenn die ausgesandten Körpersignale nicht zu den gesprochenen Worten passen.

Ein falsches Lachen wird schnell als solches identifiziert, oder die Füsse, die längst schon zur nächsten Tür zeigen, auch wenn man doch noch "so gerne bleiben und plaudern" möchte.

Gleichzeitig kommt es auf den Kontext an, in der sich die Person befindet. Verschränkte Hände oder überkreuzte Beine beim Sitzen müssen nicht zwangsläufig eine Schutz- oder Abwehrhaltung bedeuten, vielleicht ist die Person auch einfach nur sehr entspannt.

Worauf achtet Harry Lucas beim Gegenüber? Harry versucht den Menschen im Gesamten im Blickfeld zu haben und achtet dann auf Dinge, die nicht ins Bild passen, also Verhaltensweisen, die mit dem Gesamten nicht übereinstimmen. So sind es oft Gedanken, die zu unbewussten Augenbewegungen führen.

Wie erkennt man, ob jemand lügt?

Wir alle schwindeln täglich auf die eine oder andere Art, um uns und andere in einem besseren Licht dastehen zu lassen oder niemanden zu verletzen. Das ist ziemlich normal.

Wie erkennt man jedoch ob jemand lügt? Es gibt wiederum keine generell gültigen, einhundertprozentigen Anzeichen, die auf alle Menschen zutreffen, sondern nur höchst individuelle. Das lässt sich am ehesten bei einem Spiel feststellen. Man stellt seinem Gegenüber fünf Fragen. Bei vier davon soll dieser wahrheitsgemäß antworten, bei einer Frage jedoch lügen. Beim Lügen kommen die meisten unter ein wenig Stress und reagieren anders. Manche verlagern ihr Gewicht von einem Fuss auf den anderen. Manche blinzeln oder schauen bewusst weg. Oft hält der Lügner (den Bruchteil einer Sekunde) länger Augenkontakt, weil er möchte, dass der andere seine Lügen glaubt. Achten Sie auf die Unterschiede.

All das gilt für "spontane" Lügen. Hat der Lügner mehr Zeit, eine Geschichte zu erfinden, wird es schwieriger. Harry Lucas hatte die Gelegenheit mit einem Strafrichter darüber zu plaudern, der ihm das bestätigte. Je mehr Zeit man mit einer Geschichte verbringt, echt oder erfunden, je mehr Details man sich ausmalt oder weiß, umso schwerer wird es, eine erfundene von einer wahren Geschichte zu unterscheiden.

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